
Taller Sert


Joan Miró Ferrà (1893-1983)
Pilar Juncosa Iglesias (1904-1995)

Goutte d’eau sur la neige rose. 1968
Óleo sobre tela. 195 x 130 cm. Col. Joan Punyet Miró |
Das Werk Joan Miró's kann in verschiedenen
Museen der Welt in Madrid, Barcelona, New York, Paris und anderen bewundert
werden. Keramiken, Skulpturen, Gemälde in ihren reinen Farben sind ausgestellt.
Aber einzig die Stiftung "Joan in Pilar Miró a Mallorca" ermöglichen es, das
Werk des Genies in der Umgebung in der es geschaffen wurde kennenzulernen: in
seinen Ateliers, seinem Haus und seinem Zufluchtsort.
Er wurde 1893 inmitten einer Handwerkerfamilie
geboren, mallorcinischer Mutter und katalanischen Vaters. Er verbrachte seine
Kindheit zwischen Tarragona und dem Gehöft seiner Eltern. Den Sommer verbrachten
sie auf Mallorca. 1929 heiratet er die Mallorcinerin Pilar Juncosa und setzt
sich fest in Son Abrines, baut sein Haus und sein Atelier und erwirbt, dank der
Stiftung des Guggenheim International Award 1958, ein typisch mallorcinisches
Haus: Son Boter. Diese Räumlichkeiten bilden zusammen mit dem Moneo-Gebäude die
heutige Stiftung "Joan i Pilar Miró" .
Während dieser Jahre war er ernsthaft darüber besorgt, dass all Jenes was seine
kreative Umgebung darstellte, auf der er den Stempel seiner täglichen Arbeit
hinterlassen hatte und Quelle seiner Kreationskraft war, vergessen oder einfach
verschwinden würde.
"...ich wünsche nicht, dass eines Tages hier eins dieser grauenhaften
Hochhäuser errichtet wird die mich umgeben ... mich plagt der Gedanke, dass
eines Tages ein Pickel diese Wände niederreisen könnte und die Bilder von Son
Boter für immer verloren sein würden...”
Die "Stiftung Pilar i Joan Miró".
1981 schenkt Joan der Gemeinde Palma seine Ateliers in denen er gearbeitet hat,
Taller Sert und Son Boter, und die darin enthaltenen Werke, und es wurde die
Stiftung "Pilar i Joan Miró a Mallorca" gegründet. So wie der Künstler es wollte,
wurden die Absichten der Stiftung wohlweislich festgehalten in deren Statuten: "Die
Förderung und Verbreitung des künstlerischen Könnens, indem die schöpferische
Arbeit der zukünftigen Künstler erleichtert wird in enger und ständiger
Zusammenarbeit mit allen städtischen Bereichen und dabei die herkömmlichen
museistischen Schemen überwindend..."
1986, fünf Jahre nach der Gründung der Stiftung und drei nach dem Tod Joan
Miró's, angesichts der Notwendigkeit des Baus eines Sitzes für die Stiftung -
ein laut den Voraussichten der Statuten angemessener Pavillon - stiftet Pilar
Juncosa, die Witwe des Malers, den Boden zum Bau des Sitzes der Stiftung und
verkündigt ihre Absicht finanziell mitzuwirken. Zu diesem Zweck stiftet sie 39
Gouachemalereien und drei Ölgemälde zur Versteigerung zugunsten der Stiftung.
Die Versteigerung fand Dezember 86 in Madrid statt und war ein Erfolg. Der
Ertrag ermöglichte den Beginn des Projekts und gab auch die Möglichkeit Palma
und der ganzen Welt diesen so entscheidenden Teil des Werkes bekannt zu geben,
die Umgebung und den kreativen Prozess des Künstlers Joan Miró.
Das Projekt des Sitzes "Stiftung Pilar i Joan Miró" übernimmt der Architekt
Rafael Moneo. Das Gebäude ist zum früheren Haus von Miró und den Taller Sert
gerichtet und wurde 1992 eingeweiht.
Die von Joan Miró benutzten Ateliers sind heutzutage geeignete Orte für Treffen,
zum Nachdenken und zur Ausbildung, insbesondere den jungen Künstlern gewidmet.
Das gleissende Licht Mallorcas und die Blautöne des Himmels und des Meers, die
schon Joan Miró als Quelle dienten, sind weiterhin schöpferische Quelle für
Künstler. Der Geist des Genies umgibt die Orte die er bewohnte.

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